„Es liegt einiges vor uns“, begann Verwaltungsratsvorsitzender Dirk Polick den Mitgliederabend. „Wir müssen uns alle näher kommen und den WSV nochmal neu aufstellen.“
„Der Startschuss war die Mitgliederversammlung und genau das war richtig. Wir perfomen gerade alle so wunderbar zusammen“, so Polick weiter. „Diese Dynamik hätte ich mir vorher für den WSV gewünscht, aber das war nicht da.“ Finanziell sieht es allerdings nicht rosig aus. „Unter jedem Deckel war fast nichts. Der Übergang zur Neuausrichtung ist dadurch sehr schwierig. Wir müssen neue Sponsoren haben. Wir haben zehn Sponsoren, die für 80 % des Sponsorings verantwortlich sind. Der Finanzvorstand ist jetzt weg und wir brauchen da auch neue Gesichter.“ Dirk Polick appellierte immer wieder daran, dass alle zusammenstehen müssen. „Wir haben eine gewisse Aufbruchsstimmung schon da. Wir haben jetzt einfach Menschen hier, die aus der Stadt sind. In der Vergangenheit hatten wir im Verwaltungsrat Menschen, die hatten mit der Stadt gar nichts zu tun. Das sieht heute ganz anders aus.“ Der Verein hat zudem noch mit „Altschulden zu tun. Wir sind auf den Stand von damals zurückgefallen. Konkret heißt das: Es sind immense Schulden. Wir waren heute Morgen noch mit Gläubigern unterwegs. Es gibt einiges zu tun.“ Ralf Barsch gab das Beispiel an: „Wenn ich von 1,5 Millionen verfügbaren Einkommen direkt 500.000 für altes Zeug herwerfen muss, weiß ich direkt wo ich im Februar/März stehe. Wir werden einen Schuldenschnitt machen müssen. Für die neue Saison haben wir einen Etat, der absolut belastbar ist. Aber jetzt müssen wir erst einmal aufräumen. Wir kriegen das hin.“ Kontinuität ist das Kredo. „Vielleicht hält Trainer Tim Schneider ja 25 Jahre hier.“ Bartsch, der jetzt Trikotsponsor ist, hätte „in der Regionalliga nicht in dem Maße gesponsert.“ „Wir werden hier durchhalten“, so Polick nochmal dazu. „Bitte steht zu dem Team, auch wenn es mal nicht läuft. Im besten Falle werden wir auch mal ein paar Spiele gewinnen.“ Selbst wenn mal zehn Spiele verloren werden, sollen die Fans bitte zum Verein stehen. Ebenfalls Lennart Strufe steht dazu: „Wir müssen einfach mal Dinge anders machen als in der Vergangenheit“, der Sportvorstand betonte zudem noch einmal, dass nicht viele wie er von der Bundesliga in die Oberliga gehen. Aktuell seien 14 Spieler unter Vertrag. „Wenn ihr auch positiv reagiert, werdet ihr das auch zurückbekommen.“, so Strufe dazu, dass im Spiel auch mal Fehlpässe vorkommen können. „Wir werden eine lebendige WSV-Familie sein und nicht Einzelspieler, wie es in den letzten Jahren vielleicht mal so war.“