WSV
 » Aktuelles
 » Liveticker
 » Livestream
 » Ergebnis-SMS
 » Wochenplan
 » Fotos
 » Videos
 » neunzehn54
 » Verein
 » Stadion
 » Fans

Erste
 » Onlinekarten
 » WSV News
 » Mannschaft
 » Tabelle
 » Spielplan
 » Letztes Spiel
 » Zuschauer
 » Liga News

Jugend
 » Jugend News
 » Team U19
 » Tabelle U19
 » Spielplan U19
 » Team U17
 » Weitere

Abteilungen
 » 2. Mannschaft
 » Altherren
 » Frauen
 » Futsal

Interaktiv
 » E-Sport
 » Tippspiel
 » Spiele
 » Manager
 » Downloads
 » Forum
 » Radio
 » Chat
 » TV-Programm

rot-blau.com
 » Shop
 » Service
 » @wsvfan.de
 » Impressum
 » Datenschutz
 » Team
 » Links
Forum Mitgliederliste Statistik FAQ Registrieren Kalender Suchen
Willkommen, Gast! Sonntag, 21. Juli 2024, 07:02:54
Quicklogin:   Portal · Registrieren · Login · Passwort vergessen · Aktivierungslink erneut senden
Antworten
Thema: "Lion Schweers verlässt den Wuppertaler SV" [ Seite 1 2 3 ]
Beiträge aktualisieren
Toggle   Kein neuer Beitrag WeEsVau , 15.06.2024, 19:49 Beitrag #31   

MacErfritze hat folgendes geschrieben:

whynot hat folgendes geschrieben:
Interessante Einsichten in den Profisport und in die allgemeine Auffassung zum Berufsleben.

Erfogreiche Menschen sind auch noch im 61. Lebensjahre Vorbild und sind motiviert in Ihrem Aufgabenbereich. Suchen nicht die ruhige ,,Kugel``. Diesen mit Ihrerm Einsatz und Fleiß als Vorbind und besitzen überragende Führungsqualitäten.

Tatsaechlich bin ich aeusserst zynisch, was so etwas angeht.
Wenn ich das richtig einschaetze, dann sind hier die meisten ein Stueck aelter als ich; das heisst, ihr kommt groesstenteils noch aus einer Generation, wo sich Fleiss tatsaechlich gelohnt hat und wo man wirklich mit Motivation und Einsatz etwas erreichen und sich einen gewissen Wohlstand erarbeiten konnte. Das ist heute nicht mehr unbedingt der Fall. Ich habe in meinem Berufsleben auch Menschen erlebt, die bis zum Ende ihrer Laufbahn motiviert und einsatzfreudig und produktiv waren, und wichtige Vorbild- und Leitfunktionen hatten. Das waren aber meistens nicht die richtig Erfolgreichen, sondern die moderat Erfolgreichen. Die Erfolgreichsten waren in der Regel die, die am meisten geschleimt, am skrupellosesten intrigiert und am effektivsten nach oben gebuckelt und nach unten getreten haben. Schau dir die Gesellschaft an - die mit Abstand Erfolgreichsten sind die, die nur auf sich schauen, sich selbst am besten als der geilste Hecht vermarkten, am skrupellosesten Abzocken, am wenigsten Ruecksicht nehmen und die meisten Ellbogen einsetzen.
Ich habe in allen meinen Jobs immer motiviert gearbeitet und mein Bestes gegeben, aber ich habe nicht auch nur die geringste Aussicht, jemals eine eigene Wohnung zu besitzen. Ich werde niemals eine Rente haben, und die Inflation und die steigenden Mieten und Nebenkosten werden mein Erspartes auffressen. Und ich habe wenigstens noch Erspartes, weil ich sehr gut mit Geld umgehen kann und echt sehr wenig ausgebe. Andere in meinem Alter oder darunter haben zusaetzlich noch fette Schulden an der Backe, teilweise 50000, 80000, 100000. Man hangelt sich von Kurzzeitvertrag zu Kurzzeitvertrag und von Projekt zu Projekt, hat wahnsinnigen Schiss vor der naechsten Mieterhoehung und der Stromrechnung, die man sich dann nicht mehr leisten kann, hofft, dass man nicht krank wird und kriegt gesagt, dass es auch dieses Jahr wieder keine Inflationsanpassung gibt, aber zum naechsten Jahr die Pauschale fuer Sicherheitsstiefel gekuerzt wird. Und dass man sich auf mehr Ueberstunden einstellen muss und dass fuer Fortbildungen keine Zeit und kein Geld da ist. So kenne ich die Arbeitswelt. Immer schon.
Und dann schaut man auf die 60jaehrigen Kollegen, die es sich mit ihrer Festanstellung und ihrem Eigenheim gut in ihrer Nische eingerichtet haben, in 2-3 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, und vom Klimakollaps nicht mehr grossartig betroffen sein werden. Und die sagen einem dann, man solle sich nicht so anstellen, und in meinem Alter haetten sie schliesslich auch keine Fortbildung gehabt (da hat sich aber auch nicht alle 2 Jahre der halbe Arbeitsprozess oder die Bestimmungen geaendert). Sie haetten das schliesslich alles ohne Internet und Automatisierung aufgebaut, waehrend wir Jungen immer nur rumjammern und nichts auf die Kette kriegen. Waehrend sie verzweifelt auf ihrem Computer die Scannerfunktion suchen und mit zwei Fingern 20 Zeichen pro Minute tippen. Tja, die muessen halt auch nix mehr auf die Kette kriegen, die haben ja bereits alles und die Politik macht ausschliesslich Politik fuer sie! Fuehrungsqualitaeten? Man bekommt von aelteren und hoeher gestellten Kollegen oft genug suggeriert, dass man eh nur zu bloed und zu faul ist und dass man gefaelligst zu spuren hat, und ueberhaupt, das haben wir schon immer so gemacht.
Und dann kommt Christian Lindner und sagt einem, man solle das als dornige Chance sehen. Und die CDU kommt mit der Wehrpflicht um die Ecke, damit die faulen, egoistischen Jugendlichen endlich mal Disziplin lernen und der Gesellschaft was zurueckgeben. Und gleichzeitig schaust du den Investmentbankern, Finanzjongleuren und Topmanagern zu, wie sie die Gesellschaft und den Planeten komplett zerficken und dabei Milliarden einstreichen.

Das hat mit Lion Schweers nichts zu tun, und soll hier keinen persoenlich ansprechen oder beleidigen, aber vielleicht erklaert das, wieso ich eine sehr zynische Sicht auf Arbeit, Karriere und die Gesellschaft ansich habe.


Selten so viel Gutes hier gelesen! So sieht sie aus die Realität und genau deshalb ist dein Vergleich zu Schweers auch richtig!


OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag Austin Haddock , 15.06.2024, 21:05 Beitrag #32   
Auch wenn ich persönlich glaube, dass wir aus diesem Albtraum (Nachrichtenmüll und Informationsflut egal von welcher "Seite", Konsum, leeres Gerede, Leistungsterror, Selbstdarstellung, Dauerstress, Krieg, Geldsorgen, Angst und Konkurrenzkampf) niemals aufwachen werden und den immer weniger werdenden Profiteuren mit immer mehr Macht und Vermögen nur in die Hände spielen, indem wir kategorisieren und Generationen gegeneinander ausspielen und auch, wenn ich mit vielem absolut nichts mehr anfangen kann, was heute als "links positioniert" gilt (siehste, selbst schon wieder kategorisiert, nehme mich da schließlich auch nicht aus):

Ein sehr lesenswerter und top geschriebener Beitrag, @MacErfritze. Solche Texte sind eine Bereicherung für dieses Forum und ein Grund dafür, dass ich trotz von Jahr zu Jahr weiter schwindendem Interesse am WSV bzw. am heutigen Fußball im Allgemeinen dieses Forum noch regelmäßig verfolge.


OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag Schiene , 15.06.2024, 21:25 Beitrag #33   


Ansichten und Beispiele denen man sich anschlie0en kann,oder auch nicht. Wenn man sich bei einem Thema einmal vergalopiert hat,sieht man sich schon einmal genötigt ein " Buch " zu schreiben. In diesem Fall einen sozialpolitischen Diskurs über Ansichten und Vorstellungen im Arbeitsleben. Da soll noch einmal einer sagen, ein Fußballforum sei langweilig


OfflinePriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag MacErfritze , 15.06.2024, 22:10 Beitrag #34   
Stichwort Generationen gegeneinander ausspielen:
Nur um das noch mal klar zu betonen, es geht hier ueberhaupt nicht um "Boomer-Bashing" oder darum, dass man den Aelteren ihren Erfolg oder einen gesicherten Ruhestand nicht goennt! Ueberhaupt nicht. Ich will keinem seine sauer verdiente Altersvorsorge oder den erarbeiteten Wohlstand streitig oder madig machen! Und genau so will ich nicht bestreiten, dass erfahrene Kollegen Gold wert sind, wenn sie das auch weitergeben und sich kreativ und produktiv einbringen. Und zwar fachliche und Lebenserfahrung!
Nur sehe ich halt (eben auch in meinem eigenen Leben) leider sehr viele Fuehrungskraefte, die dem Anspruch einer Fuehrungskraft und dem Vorbildcharakter fuer Kollegen kaum oder gar nicht gerecht werden. Und lustigerweise sind das eben oft die, die es am Weitesten nach oben schaffen. Oder auch ein Klassiker: wenn es "die Guten" nach oben schaffen, werden sie dort korrumpiert und verdorben. Auch das habe ich ein paar Mal live miterlebt.
Vor allem aber waere es eben auch schoen, wenn umgekehrt eben die Aelteren und Ranghoeheren mehr anerkennen wuerden, dass sich vieles veraendert hat und immer weiter veraendert, und dass auch sie manchmal Unterstuetzung von den frischen, jungen Kraeften brauchen, und dass die Untergebenen nicht alle unfaehige Trottel sind. Und wenn die Gesellschaft und die Wirtschaft mehr anerkennen wuerden, dass es auch Leute gibt, denen Karriere nicht soviel bedeutet.


OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag MacErfritze , 15.06.2024, 22:21 Beitrag #35   
Uebrigens, super anschauliches Beispiel: ich werfe ein, dass wir nicht ganz so Alten so einige Probleme zu haendeln haben, die es frueher so nicht gab und die sich deutlich verschaerft haben, und dass es deutlich schwerer geworden ist, fuer ehrliche Arbeit noch was zurueckzubekommen, und dass man von Ranghoeheren und Aelteren oft herablassend behandelt und nicht ernst genommen wird. Antwort des aelteren Semesters:
Ansichten und Beispiele denen man sich anschlie0en kann,oder auch nicht. Wenn man sich bei einem Thema einmal vergalopiert hat,sieht man sich schon einmal genötigt ein " Buch " zu schreiben.


OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag Telly_Savalas , 16.06.2024, 00:58 Beitrag #36   
Hallo Mac,

ich bin voll bei Dir. Es ist nur noch schlimmer, wenn Du krankheitsbedingt diesem System nicht mehr zur Verfügung stehst. Dann gehen wirklich die Lampen aus...


OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag DeadPoet , 16.06.2024, 10:17 Beitrag #37   
Wenn Schweers dort mehr Geld verdient, kann man wohl verstehen, dsas es ihn da hinzieht, denn er muss nun mal an sich und seine Familie denken. Als Führungskraft neue junge Spieler anleiten, hätte er auch bei uns machen können. ;--)
Man hätte natürlich schweers auch einen Emka Platz für später anbieten können, aber vielleicht will er da ja nicht arbeiten. :-P


OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag Schiene , 16.06.2024, 11:43 Beitrag #38   


Hallo Fritz! Deine Beiträge sind ja durchaus als belebendes Element zu bezeichnen, aber bedingungslos anschließen muß man sich denen nicht. Um auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen. Deine Bewertung zum Arbeitsplatzwechsel von Lion Schweers ist aus meiner Sicht diskreditierend und entspricht in keinster Weise dem Naturell von Lion Schweers ( Wie ich ihn wahrnehme auf dem Platz ) Das ist dir selbst aufgefallen und deshalb hast du einen 58 Zeilen umfassenden Rechtfertigungsbeitrag geschrieben , plus 21 Zeilen Anhang über die Arbeitswelt und einen möglichen Generationenkonflikt. Damit ist dir die Rehabilitation gelungen. Was Lion Schweers damit zu tun hat habe ich nicht rausgefunden


OfflinePriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag Ronsdorfer WSVer , 16.06.2024, 12:24 Beitrag #39   
Lion Schweers wird schon wissen, was er tut. Alles Gute, nur nicht gegen den WSV.


OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
 
Toggle   Kein neuer Beitrag MacErfritze , 16.06.2024, 17:54 Beitrag #40   
@Schiene: selbstverstaendlich muss man sich meinen Beitraegen nicht anschliessen! Auf gar keinen Fall, das sind ja oft auch recht konfrontative, polemische und umstrittene Positionen. Und generell sehr negativ-zynisch-pessimistisch, selbstverstaendlich muss man nicht so einer Meinung sein!
Eigentlich habe ich im ersten Beitrag nichts anderes gesagt, als dass er da wahrscheinlich weniger Stress hat als in Wuppertal, was eben fuer einen Arbeitnehmer auch ein guter Grund fuer einen Jobwechsel ist. Mehr habe ich da eigentlich gar nicht gesagt und sagen wollen, es war allerdings dann so polarisierend und flapsig formuliert (ruhige Kugel schieben) dass das total herablassend rueberkam, war von meiner Seite mal wieder kommunikativ fragwuerdig. Da kamen dann zu Recht auch kritische Antworten drauf!
Aber ich wollte dann schon auch noch erklaeren, wie ich zu so einer Formulierung komme, und dass das von meiner Seite nicht einfach nur abfaellig ueber Lion Schweers sein sollte, sondern dass ich es auch gut verstehen kann, wenn man zu einem Job wechselt, der weniger stressig wirkt, auch wenn andere das als Rueckschritt sehen. Da spiegelt sich dann tatsaechlich eine unterschiedliche Mentalitaet oder vielleicht in der Tat ein Generationenkonflikt wider. Das habe ich sehr wortreich versucht zu begruenden. Und da schliesst sich dann auch der Kreis zu Lion Schweers: der Wechsel wirkt auf den ersten Blick wie Karriererueckschritt und scheint wenig Sinn zu machen. Aber vielleicht ist das eben nur etwas, was viele Ü50er nicht so recht nachvollziehen koennen: das gleiche oder sogar ein bisschen mehr Geld fuer etwas weniger Stress kann auch ein sehr gutes Argument fuer eine neue Stelle sein, auch wenn es sportlich vielleicht weniger ambitioniert ist.

Dementsprechend hat es mein Vorredner auf den Punkt gebracht:
Zitat:
Lion Schweers wird schon wissen, was er tut. Alles Gute, nur nicht gegen den WSV.



OfflineEmailPriv. Msg. LöschenEditierenZitat
Abonnieren Druckansicht Antworten

1 2 3    ( Anzeige: 31 - 40 , Gesamt: 40 )

User in diesem Thema: 0 Registrierte, 1 Gast, 0 Bots
Keine

Thema-Aktionen: Beiträge verschieben


Ähnliche Themen zu "Lion Schweers verlässt den Wuppertaler SV"
  Antworten Aufrufe Themeneröffnung Letzter Beitrag

Thema [WR] Vorbericht Wuppertaler SV – TSV Ste ... 0 178 Gestern, 11:23
Von: Tobi
Gestern, 11:23
Von: Tobi

Thema [WZ+] Einst mit Jude Bellingham bei Birm ... 0 240 Gestern, 11:20
Von: Tobi
Gestern, 11:20
Von: Tobi

Thema [WZ+] Heiße Generalprobe für den Wuppert ... 0 233 19.07.2024, 22:09
Von: Tobi
19.07.2024, 22:09
Von: Tobi

Thema TSV Steinbach Haiger testet beim Wuppert ... 0 240 19.07.2024, 21:03
Von: Tobi
19.07.2024, 21:03
Von: Tobi

Thema [WR] Der WSV und das Rätsel des Rasens 0 395 19.07.2024, 19:48
Von: Tobi
19.07.2024, 19:48
Von: Tobi
 
0.279466 Sek. 7 DB-Zugriffe