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Thema: "Das sagt „Der Wendler“ zum Testpsiel gegen Hilden" [ Seite 1 ]
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Toggle   Kein neuer Beitrag Tobi , 09.08.2020, 22:36 Beitrag #1   
Beiträge: 59641
Registrierung: 07.01.2004
Wohnort: Wuppertal
 
 
„Es war trotz der Niederlage ein guter Test gegen einen Gegner, gegen den wir versuchen mussten, uns durchzuspielen, um Torchancen zu bekommen. Wir haben gestern sehr hart trainiert, was man uns doch angemerkt hat. Natürlich ärgert uns die heutige Niederlage, doch es geht noch nicht um Punkte. Wir sind noch in der Umstellungsphase und der Trainer hat während des Spiels einige Male das System geändert. Trotzdem haben wir versucht, mutig von hinten heraus Fußball zu spielen,“ so Mittelfeldakteur Tim Wendel zum heutigen Spiel gegenüber der neunzeh54-Redaktion auf wsv1954.de.

> Fotos vom Testspiel bei Rot-Blau.com


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Toggle   Kein neuer Beitrag FrauMüllersGatte , 10.08.2020, 12:01 Beitrag #2   
Beiträge: 3128
Registrierung: 11.12.2008
Wohnort: Velbert de Janeiro
 
 
Kaum ist Tim Wendel bei uns, nervt mich schon der in anderen Vereinen gegebene und hier kritiklos übernommene Spitzname „Der (warum eigentlich groß geschrieben bei solch einem Kleingeist?) Wendler“. Ich mag es gar nicht, wenn einer unserer Spieler mit so einem Schlager-Fuzzi in Beziehung gesetzt wird, weil damit das prollige Image unserer Fans (und in diesem Fall: eines Spielers) nur weiter unterstrichen und unsere Vereins“kultur“ durch die Sch... gezogen und auf Ballermann- bzw. Goldstrand-Level runtergepusht wird wird (oder gehört sie tatsächlich dahin?).

Ich selbst glaube, viele unser Fans haben da ein anderes kulturelles Niveau. Wenn schon Spitzname aus der Kiste eines anderen Prominenten, dann würde rein phonetisch zu Tim Wendel ja Wim Wenders passen - das ist wenigstens ein Name, der für Qualität bürgt! Und Qualität - das ist es, was wir uns von Tim wünschen.

Aber, however: Man sollte erst einmal Tim selbst fragen, ob er weiter dieses fragwürdige Klischee bedienen will, oder ob es ihn nicht auch schon längst nervt.

So, das musste mal raus.


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Toggle   Kein neuer Beitrag Ronsdorfer WSVer , 10.08.2020, 12:05 Beitrag #3   
Beiträge: 3991
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Wir können ja für einen neuen Spitznamen Vorschläge machen ...

Ich wäre für Atomfred.


:dp


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Toggle   Kein neuer Beitrag FrauMüllersGatte , 10.08.2020, 12:40 Beitrag #4   
Beiträge: 3128
Registrierung: 11.12.2008
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Ronsdorfer WSVer hat folgendes geschrieben:
Wir können ja für einen neuen Spitznamen Vorschläge machen ...

Ich wäre für Atomfred.


:dp

Viel einfacher: Ihn selbst fragen. Wenn er sich mit diesem „Titel“ der Zehntklassigkeit identifiziert - jeder ist seines Glückes Schmied. Aber man sollte ihm das Recht auf einen Klischee-Neustart geben, das wäre nicht mehr als fair.

Übrigens: Be carefull, Tobi, mit dem musikalischen Nervtöter: dHerr Wendler prozessiert gern über Namensrechte ;-)


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Toggle   Kein neuer Beitrag Toyota_hj61 , 10.08.2020, 13:34 Beitrag #5   
Beiträge: 1146
Registrierung: 17.01.2013
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FrauMüllersGatte hat folgendes geschrieben:
Viel einfacher: Ihn selbst fragen. Wenn er sich mit diesem „Titel“ der Zehntklassigkeit identifiziert - jeder ist seines Glückes Schmied. Aber man sollte ihm das Recht auf einen Klischee-Neustart geben, das wäre nicht mehr als fair.


Das ist schon passiert. Auf seinen Spielerfragebogen hat er selber "Wendler", bei der Frage nach seinem Spitznamen, angegeben . ;-)

Tim Wendel


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Toggle   Kein neuer Beitrag FrauMüllersGatte , 10.08.2020, 14:41 Beitrag #6   
Beiträge: 3128
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Toyota_hj61 hat folgendes geschrieben:

FrauMüllersGatte hat folgendes geschrieben:
Viel einfacher: Ihn selbst fragen. Wenn er sich mit diesem „Titel“ der Zehntklassigkeit identifiziert - jeder ist seines Glückes Schmied. Aber man sollte ihm das Recht auf einen Klischee-Neustart geben, das wäre nicht mehr als fair.


Das ist schon passiert. Auf seinen Spielerfragebogen hat er selber "Wendler", bei der Frage nach seinem Spitznamen, angegeben . ;-)

Tim Wendel

Dann is‘ ja jut... wer‘s mag!


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Toggle   Kein neuer Beitrag M , 11.08.2020, 09:39 Beitrag #7   
Beiträge: 272
Registrierung: 16.11.2012
Wohnort: Barmen
 
 

FrauMüllersGatte hat folgendes geschrieben:
Kaum ist Tim Wendel bei uns, nervt mich schon der in anderen Vereinen gegebene und hier kritiklos übernommene Spitzname „Der (warum eigentlich groß geschrieben bei solch einem Kleingeist?) Wendler“. Ich mag es gar nicht, wenn einer unserer Spieler mit so einem Schlager-Fuzzi in Beziehung gesetzt wird, weil damit das prollige Image unserer Fans (und in diesem Fall: eines Spielers) nur weiter unterstrichen und unsere Vereins“kultur“ durch die Sch... gezogen und auf Ballermann- bzw. Goldstrand-Level runtergepusht wird wird (oder gehört sie tatsächlich dahin?).

Ich selbst glaube, viele unser Fans haben da ein anderes kulturelles Niveau. Wenn schon Spitzname aus der Kiste eines anderen Prominenten, dann würde rein phonetisch zu Tim Wendel ja Wim Wenders passen - das ist wenigstens ein Name, der für Qualität bürgt! Und Qualität - das ist es, was wir uns von Tim wünschen.

Aber, however: Man sollte erst einmal Tim selbst fragen, ob er weiter dieses fragwürdige Klischee bedienen will, oder ob es ihn nicht auch schon längst nervt.

So, das musste mal raus.


Sozialsegregation anyone?
Ich bin persönlich bin vielleicht auch nur halb so prollig wie ich sein sollte, habe aber anders als die "linke intellektuelle Elite" unter den WSV-Fans keinerlei Probleme mit den "prolligen" Fans. Fußball war immer schon der Sport der unteren sozialen Schichten. Wem das nicht passt, darf gerne Fußball als "Event" in einer Vip-Longe eines Bundesligisten genießen, sofern solvent genug.
Außerdem darf man die Ironie nicht vergessen, dass es in der Mehrzahl der "kulturfremden" Bevölkerungsschichten zu verdanken ist, dass überhaupt noch Sekt im Schauspielhaus gereicht werden kann.
Ich jedenfalls finde es gut, dass neben den hauseigenen Problemen auch noch der Klassenkampf beim WSV ausgerufen wird, geschützt durch die Anonymität des Internets ...



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Toggle   Kein neuer Beitrag Christel Meyer , 11.08.2020, 11:24 Beitrag #8   
Beiträge: 206
Registrierung: 13.12.2008
 
 
Junge, Junge...

Mir die Welt je nach Gelegenheit so zurecht zu drehen, wie ich sie brauche, wäre mir selbst im Schutz der Anonymität zu billig und peinlich!


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Toggle   Kein neuer Beitrag FrauMüllersGatte , 11.08.2020, 13:43 Beitrag #9   
Beiträge: 3128
Registrierung: 11.12.2008
Wohnort: Velbert de Janeiro
 
 

M hat folgendes geschrieben:

FrauMüllersGatte hat folgendes geschrieben:
Kaum ist Tim Wendel bei uns, nervt mich schon der in anderen Vereinen gegebene und hier kritiklos übernommene Spitzname „Der (warum eigentlich groß geschrieben bei solch einem Kleingeist?) Wendler“. Ich mag es gar nicht, wenn einer unserer Spieler mit so einem Schlager-Fuzzi in Beziehung gesetzt wird, weil damit das prollige Image unserer Fans (und in diesem Fall: eines Spielers) nur weiter unterstrichen und unsere Vereins“kultur“ durch die Sch... gezogen und auf Ballermann- bzw. Goldstrand-Level runtergepusht wird wird (oder gehört sie tatsächlich dahin?).

Ich selbst glaube, viele unser Fans haben da ein anderes kulturelles Niveau. Wenn schon Spitzname aus der Kiste eines anderen Prominenten, dann würde rein phonetisch zu Tim Wendel ja Wim Wenders passen - das ist wenigstens ein Name, der für Qualität bürgt! Und Qualität - das ist es, was wir uns von Tim wünschen.

Aber, however: Man sollte erst einmal Tim selbst fragen, ob er weiter dieses fragwürdige Klischee bedienen will, oder ob es ihn nicht auch schon längst nervt.

So, das musste mal raus.


Sozialsegregation anyone?
Ich bin persönlich bin vielleicht auch nur halb so prollig wie ich sein sollte, habe aber anders als die "linke intellektuelle Elite" unter den WSV-Fans keinerlei Probleme mit den "prolligen" Fans. Fußball war immer schon der Sport der unteren sozialen Schichten. Wem das nicht passt, darf gerne Fußball als "Event" in einer Vip-Longe eines Bundesligisten genießen, sofern solvent genug.
Außerdem darf man die Ironie nicht vergessen, dass es in der Mehrzahl der "kulturfremden" Bevölkerungsschichten zu verdanken ist, dass überhaupt noch Sekt im Schauspielhaus gereicht werden kann.
Ich jedenfalls finde es gut, dass neben den hauseigenen Problemen auch noch der Klassenkampf beim WSV ausgerufen wird, geschützt durch die Anonymität des Internets ...

So geschwollen du dich auch ausdrückst - es bleibt nicht verborgen, das du eine ziemlich verquere Denke zum Thema Kultur hast. Es geht um die von dir ach so geschätzten "unteren Schichten" (die ich jedenfalls, je nachdem was du damit meinst, sehr schätze). Wo ist denn unten, wo oben bei dir? Klassische feudalistische Rangordnung? Ist oben da, wo du bist, von wo aus du gütig-jovial nach "unten" lächelst und "denen da unten" freundlich zuwinkst ("Wenn sie kein Brot haben, gib ihnen Kuchen")?

Meinst du damit etwa Menschen mit geringen Bildungs-Chancen und geringen materiellen Schätzen? Dann solltest du sie nicht so geringschätzen zu meinen, dass diese Menschen keine "Kultur" haben können. Kultur bedeutet nicht Pina Bausch, Andy Warhol und Sekt, sondern es geht um Werte. Mein Opa war "Malocher auffe Zeche" - aber hatte so viel Kultur, dass seine Kinder und Enkel viel von ihm gelernt haben!

Ich vermute kaum, dass dHerr Wendler sich über Mangel an Bildungschancen und Sekt beschweren kann. Aber die Werte, für die er mit seinen Liedern und seinem Auftreten steht (und die ich als prollig bezeichne), haben nicht mit Money und formaler Bildung, sondern mit Charakterbildung zu tun.

Und um es klarzustellen: Damit unterstelle ich unserem Tim, über dessen Verpflichtung ich mich sehr freue, nicht im geringsten, dass er selbst prollig sei; ich kenne ihn nicht, und es gibt verschiedene Gründe, warum man sich an einen Spitznamen gewöhnt hat, sodass man sich mit ihm identifiziert.

Ich wollte ihm freilich die Chance geben, aus dieser (nach meinem Empfinden unvorteilhaften) Schublade herauszukommen, wenn ER das möchte. Da Letzteres offenbar nicht der Fall ist - Thema gegessen!



Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 11.08.2020, 13:46 von FrauMüllersGatte.


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Toggle   Kein neuer Beitrag MacErfritze , 11.08.2020, 16:02 Beitrag #10   
Beiträge: 1948
Registrierung: 29.10.2017
Wohnort: Afrika
 
 

M hat folgendes geschrieben:
Fußball war immer schon der Sport der unteren sozialen Schichten.


Da muss ich als Historiker und Fussballfan jetzt widersprechen. Fussball war urspruenglich ein ausgewiesener Upper Class-Sport. Damit meine ich nicht die Vorlaeufer aus dem Mittelalter, die als Mischung aus Rugby, Fussball und Dorf-Schlaegerei (heute zB noch zu erleben auf den Orkneys) die historische Basis fuer die heutigen Sportarten Fussball und Rugby gebildet haben. Das war noch eher klassenunspezifisch und wurde sowohl von einfachen Bauern, Handwerkern und Arbeitern gespielt, als auch von wohlsituierten Buergern und sogar Adeligen (die Dynastie der Medici zB war immer sehr fussballbegeistert), zT auch mit regionalen Unterschieden.
Als sich aus diesen fruehen Varianten im 19. Jahrhundert der heute bekannte Fussball entwickelt hat, war das zunaechst eine Angelegenheit fuer hoehere Schichten und feine, reiche Leute. Studenten, reiche Buerger und Adelige, Soehne aus gutem Hause dominierten das Geschehen auf UND neben dem Platz. Schon allein deshalb, weil die fuer sowas Zeit und Geld hatten. Ein Fabrikarbeiter in den 1870er Jahren hatte nach seiner 16-Stunden-Schicht weder die Energie, noch den Nerv, sich nach Feierabend oder an seinem einzigen freien Tag (an dem er dann aber auch noch frueh aufstehen und zur Kirche gehen musste) noch auf den Fussballplatz zu stellen. Und die haetten auch den Teufel getan, ihr einziges paar Schuhe und die wenigen Hemden und Hosen die sie hatten, zu ruinieren und abzunutzen fuer Fussball. Da reichte es ja bei vielen nicht mal zu einer Wohnung (Schlafburschen, Untermieter, Obdachlose Tageloehner, Wanderarbeiter) oder zu regelmaessigem Essen.
Und da kommen wir auch zum springenden Punkt: Fussball wird in dem Moment interessant fuer die Arbeiterklasse, als man damit Geld verdienen kann - als Fussball erstmals professionell gespielt wird, koennen sich aermere Leute leisten, regelmaessig und auf Wettkampfbasis zu spielen, indem sie ihren alten Beruf aufgeben oder teilweise aufgeben koennen und stattdessen das Geld mit Fussball verdienen. Hinzu kommt, dass der Klassenkampf im Laufe der Zeit fuer ein paar Erleichterungen fuer Arbeiter sorgt (Verkuerzungen der Arbeitszeit, erste kleinere Sozialversicherungen wie ein kleines Krankengeld oder Rente, erste kleine Ansprueche auf freie Tage usw), die es Arbeitern moeglich machen, ein bisschen mehr Zeit und Energie fuer private Muse und Taetigkeiten neben der Arbeit aufzuwenden, also so etwas wie Freizeitgestaltung wird machbar. Erst da wird Fussball auch etwas fuer die "einfachen Leute". Das heisst in Grossbritannien ab den 1890er Jahren, in Deutschland wesentlich spaeter, was aber auch soziokulturelle und politische Gruende hat. Deutschland ist ein Sonderfall, da war Fussball eigentlich bis etwa 1900 total verpoent und verrufen, und und fasste dann erst so langsam Fuss: Gruendung des DFB 1900, Einfuehrung einer deutschen Meisterschaft mit erster Austragung 1903, erste internationale Begegnungen ab 1898, Gruendung einer deutschen Nationalmannschaft und erstes offizielles Laenderspiel 1908, erste Teilnahme der Nationalmannschaft am Olympischen Turnier 1912. Trotzdem blieb Fussball bis zum Ersten Weltkrieg in Deutschland eine ziemlich exotische Randerscheinung, die von vielen sehr skeptisch und mit Ablehnung betrachtet wurde, und zwar nicht zuletzt vor allem von Arbeitern und Kleinbuergern. Fussball war nach wie vor eine Sache des Grossbuergertums (der deutsche Adel war da reservierter als der britische oder italienische), Soehne von reichen Fabrikanten und Unternehmern, Studenten, Bildungsbuerger.
Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918) war extrem gepraegt von Deutschtuemelei, Traditionalismus, einem preussisch gepraegten Nationalismus und Militarismus. Da hatte man es nicht so sehr mit auslaendischen Einfluessen ohne sichtbare teutonische Tradition, "Spielerei" war deren Sache auch nicht, alles war straff und streng organisiert. Und unter Sport verstand man vor allem militaerisches Training, Kraftmeierei und aesthetische Disziplin. Sprich, Turnen und Fechten. Ganz nach Turnvater Jahn. Ziel war ein gesunder, wehrhafter, disziplinierter Volkskoerper. Da hatte Fussball definitiv keinen Platz, und dann war es eben auch noch auslaendisch.
Und so hatte Fussball also in Deutschland einen sehr schweren Start, und als er sich endlich etablierte, kam erstmal der Erste Weltkrieg und bremste die Entwicklung. Als ein paar Jahre nach dem Krieg sich die Verhaeltnisse wieder stabilisierten, konnte dann auch in Deutschland Fussball eine breite Basis erreichen und schliesslich in der grossen Masse ankommen, und erst da wurde Fussball in Deutschland ein Sport fuer die einfachen Leute und die unteren sozialen Schichten - Mitte der 1920er. Mit der Folge, dass es den feineren Herrschaften schon bald zu prollig wurde und die Arbeiter und Kleinbuerger das Heft in die Hand nahmen, dass ihnen nun seit den 90er Jahren zunehmend wieder abgenommen wird. So, genug Geschichtsstunde.


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Toggle   Kein neuer Beitrag Erik Einar , 11.08.2020, 16:22 Beitrag #11   
Beiträge: 7858
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Wohnort: Wuppertal
 
 
Ich habe lange nicht mehr einen langen Beitrag zuende gelesen.
Dieser war es wert! Danke, Mac!



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