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Thema: "Stellungnahme des WSV zu den Vorfällen im Rahmen des Heimspiels am 10. Februar 2017" [ Seite 1 2 3 4 5 ]
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Toggle   Kein neuer Beitrag Classic-Golfer , 19.02.2017, 19:03 Beitrag #46   
Beiträge: 69
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Paul hat folgendes geschrieben:
Ich gebe dir vom Grundsatz her recht aber...es muss imer die Kommunikation im Vordergrund stehen und keine pauschale Verurteilung oder Kollektivstrafe. Das bringt mal eben...gar nichts.


Kollektivstrafe kann nicht die Lösung sein, da halte ich auch rein gar nichts von.


nils hat folgendes geschrieben:
Von Kollektivstrafen halte ich eigentlich auch nichts. Aber wie willst Du sonst reagieren?

Wie es scheint fand vorab eine "Kommunikation" statt, die aber ganz offensichtlich von einer Seite mit Füßen getreten wurde.



Das ist einfach nur dumm, dass man sich anscheinend an Absprachen nicht hält und somit viel Vertrauen in den Sand setzt.


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Toggle   Kein neuer Beitrag Zwergwolf54 , 19.02.2017, 20:15 Beitrag #47   
Beiträge: 6005
Registrierung: 29.04.2015
Wohnort: Murmelbachtal
 
 
Wer Angst hat in ein deutsches Stadion zu gehen... Junge, Junge :roll:

Holt euch dann einfach die Infos aus der Spochtschau. Und ihr werdet nicht mal merken, ob sie richtig sein könnten.

Absprachen mit Vereinen ist in Bezug Pyro gar nicht möglich. Und dies ist einzig und alleine der DFB schuld. Und wer jetzt nicht weiss, WARUM?, der sollte besser nicht öffentlich zu diesem Thema schreiben.
So Leute haben von nix ne Ahnung, aber zu allem ne Meinung.

Der Verein :wsv hat ruhig und besonnen auf die Dinge reagiert. Und das ist gut so.


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Toggle   Kein neuer Beitrag TUFFI , 20.02.2017, 02:35 Beitrag #48   
Beiträge: 1434
Registrierung: 25.05.2008
Wohnort: Wuppertal
 
 

Classic-Golfer hat folgendes geschrieben:

Paul hat folgendes geschrieben:
Mir fehlt hier ein wenig "Fingerspitzengefühl" vom Verein.


Was erwartest du denn?
Wird die verbotene Pyro im Stadion gezündet muss der Verein sich davon distanzieren. Und so Spruchbänder die nicht gerade freundliche Texte haben (um es mal "dipolmatisch" auszudrücken) sind auch nicht gerade im Sinne des Vereins, daher muss er sich wohl auch davon distanzieren. Oder soll der Verein sagen "Klar finden wir es toll dass unsere Ultras verbotene Pyro zünden und beleidigende Sprüche ablassen!" und den ganzen Mist auch noch unterstützen?

In einem Stadion in der BL (ich meine es war Mainz gegen Bremen) hat es gestern einen Schwerverletzten dank Pyro gegeben. Soll ein Verein da sagen "Ja klar, Pyro finden wir toll!" oder gar den Fans noch erlauben Pyro im Stadion zu zünden?

Mal ganz abgesehen davon, dass Pyro und beleidigende Spruchbänder diejenigen abschrecken, die "einfach mal so wieder" ins Stadion gehen wollen aber Angst davor haben, durch so einen Mist zu Schaden zu kommen.

Das ist auch mein Meinung ! Danke ! :dito


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Toggle   Kein neuer Beitrag TUFFI , 20.02.2017, 02:43 Beitrag #49   
Beiträge: 1434
Registrierung: 25.05.2008
Wohnort: Wuppertal
 
 

BigSpender hat folgendes geschrieben:
Konjunktiv kann nix.

Ich kenne keinen Menschen der Angst hat ins Stadion zu gehen.

Wollen wir denn Verhältnisse wie in Italien haben ? Wo die Stadien halb leer sind nur weil die Ultras Spass an Pyros und Böller haben ??? Pyros sind verboten und damit BASTA und wer das nicht kapiert soll zu Hause bleiben !


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Toggle   Kein neuer Beitrag Tava , 20.02.2017, 03:51 Beitrag #50   
Beiträge: 4753
Registrierung: 27.11.2010
Wohnort: rot-blaues Land
 
 

TUFFI hat folgendes geschrieben:

BigSpender hat folgendes geschrieben:
Konjunktiv kann nix.

Ich kenne keinen Menschen der Angst hat ins Stadion zu gehen.

Wollen wir denn Verhältnisse wie in Italien haben ? Wo die Stadien halb leer sind nur weil die Ultras Spass an Pyros und Böller haben ??? Pyros sind verboten und damit BASTA und wer das nicht kapiert soll zu Hause bleiben !


So ein Schmarrn. Die Stadien in Italien sind aus ganz anderen Gründen immer leerer. Hauptsache mal irgendwas behaupten



Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte mal 20.02.2017, 03:55 von Tava.


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Toggle   Kein neuer Beitrag TUFFI , 20.02.2017, 04:22 Beitrag #51   
Beiträge: 1434
Registrierung: 25.05.2008
Wohnort: Wuppertal
 
 

Tava hat folgendes geschrieben:

TUFFI hat folgendes geschrieben:

BigSpender hat folgendes geschrieben:
Konjunktiv kann nix.

Ich kenne keinen Menschen der Angst hat ins Stadion zu gehen.

Wollen wir denn Verhältnisse wie in Italien haben ? Wo die Stadien halb leer sind nur weil die Ultras Spass an Pyros und Böller haben ??? Pyros sind verboten und damit BASTA und wer das nicht kapiert soll zu Hause bleiben !


So ein Schmarrn. Die Stadien in Italien sind aus ganz anderen Gründen immer leerer. Hauptsache mal irgendwas behaupten

Dann sage mal warum ?


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Toggle   Kein neuer Beitrag BigSpender , 20.02.2017, 08:04 Beitrag #52   
Beiträge: 8091
Registrierung: 12.07.2009
Wohnort: Wodantal
 
 

TUFFI hat folgendes geschrieben:

BigSpender hat folgendes geschrieben:
Konjunktiv kann nix.

Ich kenne keinen Menschen der Angst hat ins Stadion zu gehen.

Wollen wir denn Verhältnisse wie in Italien haben ? Wo die Stadien halb leer sind nur weil die Ultras Spass an Pyros und Böller haben ??? Pyros sind verboten und damit BASTA und wer das nicht kapiert soll zu Hause bleiben !

Nö, nö,nun nö. Ja, nö,nö


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Toggle   Kein neuer Beitrag Zwergwolf54 , 20.02.2017, 08:14 Beitrag #53   
Beiträge: 6005
Registrierung: 29.04.2015
Wohnort: Murmelbachtal
 
 
Da gebe ich BS Recht.
Ansonsten besser Pasta.
Kohlenhydrate sind wichtig. So zum Denken.


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Toggle   Kein neuer Beitrag Johnabruzzi , 20.02.2017, 08:52 Beitrag #54   
Beiträge: 7722
Registrierung: 25.07.2009
Wohnort: Wuppertal
 
 
Am besten alles verbieten, oder was?

"Fußball in den 1980er Jahren: Bei jedem Spiel, ob Schalke gegen Gladbach, Duisburg oder Berlin, gab es im Parkstadion Kloppe. Vorher, nachher, in der Halbzeit. Die typische Völkerwanderung war in der Pause von der Nordkurve oberhalb der Gegengeraden in Richtung Südkurve, um dort die Gästefans aufzumischen. So bescheuert das war, so normal auch der beklemmende Angstzustand, mit dem ich als Jugendlicher ins Stadion gegangen bin. Ich wollte einfach nur Fußball sehen, die Asis in den Kutten und Schlägertypen mit den Schnäuzern eben nicht nur das.

Von einer Hysterie wie heute war da nichts zu spüren. Fußball gehörte den Prolls, dann kamen die Hooligans und nutzten das Spiel als Bühne für ihren Kampf gegen die eigene Langeweile im Leben. Dann kamen die modernen Arenen, die VIP-Lounges und das große Geld. Im dem klinisch gereinigten Umfeld soll nun kein Platz mehr sein für ein paar Unangepasste, die in Hoodys und weißen Maleranzügen den Platz stürmen und Randale machen.

Es geht hier nicht darum, den Chaoten freie Bahn zu lassen oder Gewalt zu verherrlichen. Es geht nur darum, dass ein Fußballspiel keine Opernaufführung ist, auch wenn die Stimmung in München oder Madrid bisweilen daran erinnert. Natürlich sind Familien mit ihren Kindern und Geschäftsleute mit dicker Brieftasche im Stadion jederzeit willkommen. Ohne Ultras aber wäre das Spiel: tot."


http://www.reviersport.de/297223---kommentar-zum-thema-auswaertsfans.html


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Toggle   Kein neuer Beitrag Kiki , 20.02.2017, 10:39 Beitrag #55   
Beiträge: 2218
Registrierung: 28.04.2009
Wohnort: Wuppertal
 
 

Classic-Golfer hat folgendes geschrieben:
Und wie soll der Vater des Kindes sich Gedanken machen ob er jemals wieder mit seinem Kind ins Stadion geht? Wenn er Angst haben muss sein Kind nach dem Spiel nicht mit nach Hause nehmen zu können sondern es im Krankenhaus abholen darf?



Ich hoffe die Gedanken macht er sich auch, bevor er sich ins Auto setzt oder gar sein Kind zu Fuß auf die Straße schickt 8-)


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Toggle   Kein neuer Beitrag alter haudegen , 20.02.2017, 10:48 Beitrag #56   
Beiträge: 2021
Registrierung: 27.08.2014
Wohnort: Somewhere over the rainbow
 
 

Johnabruzzi hat folgendes geschrieben:
Am besten alles verbieten, oder was?

"Fußball in den 1980er Jahren: Bei jedem Spiel, ob Schalke gegen Gladbach, Duisburg oder Berlin, gab es im Parkstadion Kloppe. Vorher, nachher, in der Halbzeit. Die typische Völkerwanderung war in der Pause von der Nordkurve oberhalb der Gegengeraden in Richtung Südkurve, um dort die Gästefans aufzumischen. So bescheuert das war, so normal auch der beklemmende Angstzustand, mit dem ich als Jugendlicher ins Stadion gegangen bin. Ich wollte einfach nur Fußball sehen, die Asis in den Kutten und Schlägertypen mit den Schnäuzern eben nicht nur das.

Von einer Hysterie wie heute war da nichts zu spüren. Fußball gehörte den Prolls, dann kamen die Hooligans und nutzten das Spiel als Bühne für ihren Kampf gegen die eigene Langeweile im Leben. Dann kamen die modernen Arenen, die VIP-Lounges und das große Geld. Im dem klinisch gereinigten Umfeld soll nun kein Platz mehr sein für ein paar Unangepasste, die in Hoodys und weißen Maleranzügen den Platz stürmen und Randale machen.

Es geht hier nicht darum, den Chaoten freie Bahn zu lassen oder Gewalt zu verherrlichen. Es geht nur darum, dass ein Fußballspiel keine Opernaufführung ist, auch wenn die Stimmung in München oder Madrid bisweilen daran erinnert. Natürlich sind Familien mit ihren Kindern und Geschäftsleute mit dicker Brieftasche im Stadion jederzeit willkommen. Ohne Ultras aber wäre das Spiel: tot."


http://www.reviersport.de/297223---kommentar-zum-thema-auswaertsfans.html



Auch zu Bundesligazeiten des WSV in den 1970er Jahren gab es Auswärts und auch im SaZ oftmals Schlägereien.
Kann mich an mehrere Spiele erinnern wo die Post abging.

Hier einige Beispiele: Saison 1972/73 Auswärtsspiel des WSV in Offenbach (Bieberer Berg) In der Halbzeit drangen Kickers Fans im WSV-Block
und versuchten WSV Fahnen zu erbeuten. Ich selber bekam einen Schlag in die Magengrube und 2 Leute entrissen mir meine WSV-Fahne.
Danach ging die Schlägerei im Block erst richtig los, da wir uns WSV-Fans natürlich massiv wehrten. Es war keine Polizei zu sehen, die eingriff.
Saison 1972/73 : Auswärtsspiel Mittwochs abends bei Fotztuna, 40.000 Zuschauer im Rheinstadion, davon 15.000 Wuppertaler,
In der Halbzeit stürmten Fotztuna Fans den WSV-Block, neben mir wurde jemand von 2 Leuten zusammengeschlagen und traten noch auf ihn ein, als er schon am Boden lag. Der WSV- Fan blutete aus Mund und Nase und wieder keine Bullen in Sicht.

Saison 1973/74 : Auswärtsspiel beim 1.FC Köln, nach dem Spiel versuchten FC-Fans einen Straßenbahnzug zu stürmen worin Wuppertaler saßen.
Eine Scheibe der Straßenbahn ging zu Bruch und es gab mindestens einen Verletzten.

Auch in der Regionalligasaison 1971/72 ( Regionalliga war damals zweithöchste Spielklasse) gab es beim Auswärtsspiel beim SVA Gütersloh
einen besonders schlimmen Vorfall: Weil Schiedsrichter Nohr damals eine Fehlentscheidung zu ungunsten des WSV traf, stürmte ein WSV-Fan
auf den Platz und haute dem Schiedsrichter eine Plastiktüte mit Scherben auf dem Kopf. Damals gab es in vielen Stadien noch keine Zäune.
Anschließend prügelten sich WSV-Fans mit den Güterslohern Ordnern.
In der damaligen Wuppertaler Sportzeitung "Sporttelegramm" gab's dann die Schlagzeile "Terror in Rot-Blau in Gütersloh".

Das waren nur einige Vorfälle von vielen, woran ich mich als WSV-Fan erinnern kann.
Wie man sieht ging es früher in den Stadien auch nicht viel ruhiger als heutzutage zu.





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Toggle   Kein neuer Beitrag Kiki , 20.02.2017, 12:12 Beitrag #57   
Beiträge: 2218
Registrierung: 28.04.2009
Wohnort: Wuppertal
 
 

alter haudegen hat folgendes geschrieben:


Wie man sieht ging es früher in den Stadien auch nicht viel ruhiger als heutzutage zu.



Im Gegenteil würde ich fast sagen. Was meine Mutter so aus früheren Jahren in Dortmund berichtet ....

Aber die Medien stellen es heute oft schlimmer dar, es wird hochgepusht und insgesamt mehr berichtet.

Ist das gleiche, wie mit jeglichen Überfällen und Morden.
Wenn man heute immer liest, wie schlimm die Welt doch geworden sei ... früher hat man es nur nicht mitbekommen.
Heute bekommt man jegliche Taten aus einem Kuhdorf am anderen Ende von Deutschland präsentiert.




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Toggle   Kein neuer Beitrag Paul , 20.02.2017, 12:45 Beitrag #58   
Beiträge: 7988
Registrierung: 08.08.2013
Wohnort: Sereetz
 
 

Kiki hat folgendes geschrieben:

alter haudegen hat folgendes geschrieben:


Wie man sieht ging es früher in den Stadien auch nicht viel ruhiger als heutzutage zu.



Im Gegenteil würde ich fast sagen. Was meine Mutter so aus früheren Jahren in Dortmund berichtet ....

Aber die Medien stellen es heute oft schlimmer dar, es wird hochgepusht und insgesamt mehr berichtet.

Ist das gleiche, wie mit jeglichen Überfällen und Morden.
Wenn man heute immer liest, wie schlimm die Welt doch geworden sei ... früher hat man es nur nicht mitbekommen.
Heute bekommt man jegliche Taten aus einem Kuhdorf am anderen Ende von Deutschland präsentiert.



Klar haben die sich früher auch mal ordentlich was auf Maul gehauen. Meine Mutter sagte auch heute noch das es alles sowas von hypermedial aufbereitet wird und dadurch dann eben solch eine Sichtweise zustande kommt wie schlimm alles doch ist. Die hat mich schon als Baby im Tragekorb mit ins Stadion genommen ( drum kann ich ja auch behaupten ich habe mir schon öfters mal im SaZ in die Hosen gemacht ) obwohl es da auch regelmäßig Theater gab aber Angst hatte sie nie.


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Toggle   Kein neuer Beitrag Tava , 20.02.2017, 13:53 Beitrag #59   
Beiträge: 4753
Registrierung: 27.11.2010
Wohnort: rot-blaues Land
 
 

TUFFI hat folgendes geschrieben:

Tava hat folgendes geschrieben:

TUFFI hat folgendes geschrieben:

BigSpender hat folgendes geschrieben:
Konjunktiv kann nix.

Ich kenne keinen Menschen der Angst hat ins Stadion zu gehen.

Wollen wir denn Verhältnisse wie in Italien haben ? Wo die Stadien halb leer sind nur weil die Ultras Spass an Pyros und Böller haben ??? Pyros sind verboten und damit BASTA und wer das nicht kapiert soll zu Hause bleiben !


So ein Schmarrn. Die Stadien in Italien sind aus ganz anderen Gründen immer leerer. Hauptsache mal irgendwas behaupten

Dann sage mal warum ?


Nun denn:

Durch die Einführung der "Tessera del Tifosi", eine Fankarte, in der sämtliche persönliche Daten gespeichert und mit den Sicherheitsorganen der Behörden vernetzt sind zum Beispiel. Diese Tessera wird benötigt um Dauer- oder Auswärtskarten zu erwerben. Deshalb bleiben viele Tifosi aus Protest zuhause.

Saison für Saison werden die Eintrittspreise erhöht, während die Infrastruktur weiter verfällt. Der Fan kann für 19 € (Mediaset) bzw. 29 € (Sky) pro Monat alle Spiele und mittlerweile auch in 3D verfolgen, während er für eine Karte im Auswärtsblock bei Juve gegen Milan nicht unter 45 € wegkommt. Für einen Stehplatz in der Kurve (!) des baufälligen San Paolo in Napoli wurde am 2. Spieltag dieser Saison gegen den AC Milan 40 € verlangt. Die Preise sind mittlerweile teils so exorbitant hoch, dass sich Familien, die man "ins Stadion zurückholen will" das nicht leisten können. Genauso bei Jugendlichen, bei einer immer weiter ansteigenden Jugendarbeitslosigkeit im Land. Der Spieltag als solcher wird auch immer weiter auseinandergezogen.

Verbote von Megaphonen, Trommeln und Pyrotechnik, der Einführung der Tessera und eine immer weitergehende Verschärfung der Repressionen haben den Schwund der Tifosi nicht wirklich aufhalten können. (Durch das Verbot von Pyro kommen also eher weniger denn mehr. Hmm...) Nein, diese fragwürdigen Maßnahmen gehen am eigentlichen Thema vorbei: zu alt, zu teuer, zu unbequem, zu korrupt, zu schlecht. Das sind die wahren Probleme. Man ist weit davon entfernt, Geld in die Hand zu nehmen, die Infrastruktur zu modernisieren und das Stadion für alle zu einem angenehmen Ort zu machen. Doch stattdessen werden weiter munter die Preise erhöht, die Stadien verfallen lassen und sich auf den sicheren Fernseheinnahmen ausgeruht. Ein Gesetz über vereinseigene Fußballstadien liegt seit Jahren schon auf Eis, die Kommunen als Eigentümer sind zu klamm, außer Juventus haben die Vereine keine gesetzliche Grundlage für entsprechende Investitionen.

Vielleicht merkst du jetzt, dass der Zuschauerschwund im italienischen Fußball eher wenig mit dem "Abbrennen von Pyrotechnik" gemein hat. Die Ursachen liegen wie dargelegt weitaus tiefer. Zumal Pyro gerade im Süden von Europa seit Jeher als wichtiges Stilmittel der Fankultur verstanden wird.



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Toggle   Kein neuer Beitrag Paul , 20.02.2017, 14:05 Beitrag #60   
Beiträge: 7988
Registrierung: 08.08.2013
Wohnort: Sereetz
 
 
Sehr gut...so ist es.


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