Aufstieg in der Relegation (Hinspiel / Rückspiel) aus der Bezirksliga in die Landesliga für die Frauen des Wuppertaler SV. Gratulation! Nach dem erfolgreichen Tag heute stand Trainer Thomas Richter von den Damen der Rot-Blauen Rot-Blau.com noch Rede und Antwort, um ausführlich über die abgelaufene Spielzeit, natürlich auch die heutige Partie und die Zukunft in der klassenhöheren Landesliga zu sprechen: Wie ist die Mannschaftsleistung der Frauen zu beurteilen?
„Ein Aufstieg ist immer etwas Besonderes. Es ist für jeden Sportler etwas Außergewöhnliches, gerade im Fußball. Denn so etwas erlebt man nicht sehr häufig im Fußballerleben. Das habe ich der Mannschaft heute nach dem Spiel auch noch einmal gesagt. Wir konnten die Saison jetzt noch einmal Revue passieren lassen. Elf Monate waren wir zusammen und haben dabei viele Sachen erlebt. Als Team-Event waren wir an der Müngstener Brücke. Dazu kam das von Uwe Mausbeck, wofür ich ihm sehr, sehr dankbar bin, finanzierte Wochenend-Trainingslager an der Mosel. Die Hinrunde, Niederrheinpokalspiele, Kreispokalspiele, die Winterpause – dadurch und danach ist die Mannschaft unfassbar zusammengewachsen. Es ist eine richtige Einheit geworden. Das soll nicht heißen, dass es in der Hinrunde nicht auch schon so war. Doch wir haben uns kontinuierlich im Laufe der Saison entwickelt. Von daher hat die Mannschaft sich mit dem Aufstieg und der Möglichkeit die Relegation zu spielen selber für den ganzen Aufwand und was sie geleistet haben belohnt. Das ist sehr schön und freut mich natürlich ebenfalls. Für den Wuppertaler SV ist es eine schöne Sache. Auch, wenn die 1. Mannschaft absolute Priorität hat. Denn der Abstieg aus der Regionalliga ist sehr bitter. Hier sind wir reduziert in einem kleineren Bereich, aber da versuchen wir – und das tun wir auch – den WSV zu repräsentieren, auch in der Öffentlichkeit. Es geht darum, dass wir alle gemeinsam, im Jugendbereich, in der 2. Mannschaft, bei den Alten Herren und auch bei den Frauen an einem Strang ziehen, um den WSV in der Stadt Wuppertal wieder dahinzuführen, was er letztendlich verdient hat.“
War das am Ende doch klare Ergebnis in der Relegation so zu erwarten?
„Wir haben beide Spiele gewonnen. Der Schlüssel war tatsächlich das Hinspiel. Die Rahmenbedingungen, wenn man eine Relegation spielt, an einem Mittwochabend in Süchteln, sind schon mit einem organisatorischen Aufwand verbunden. Die Spielerinnen sind alle berufstätig. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal bei der WSW bedanken, dass wir den Bus für eine geordnete Anreise zur Verfügung hatten. Wir hatten auch dadurch eine konzentrierte Vorbereitung. Wir haben im Hinspiel den Grundstein gelegt, wussten aber, dass es heute kein Selbstläufer wird – das war uns klar. Das haben wir vorher sowie am Freitag beim Training besprochen. Wie die Mannschaft damit umgegangen ist und wie sie aufgetreten ist, ist einfach super. Manchmal braucht es dann einfach eine Standardsituation wie eine Ecke, dass man mit 1:0 in Führung geht und der Knoten platzt. Dann geht vielleicht auch die Nervosität etwas weg. Wir haben die Situationen im Training trainiert. Dass dies dann in einem Relegationsspiel klappt, freut mich natürlich. Mit zunehmender Spieldauer war es dann am Ende noch deutlich.“
Was wird sich nach dem Aufstieg in die Landesliga ändern?
„Jede Liga höher, speziell auch im Frauenfußball, ist eine andere Herausforderung. Die Auswärtsfahrten werden weiter. Wir werden natürlich vor neuen Herausforderungen gestellt. Aktuell trainieren wir zweimal die Woche. Aber wir haben in der Vergangenheit in der Vorbereitungsphase bereits dreimal trainiert. Die Mannschaft soll es heute erst einmal genießen, denn es ist etwas Besonderes. Alles Weitere werden wir dann in Ruhe besprechen. Wir trainieren den Juni jetzt immer dienstags noch durch. Wir fahren etwas runter und trainieren dadurch noch einmal die Woche. Ich möchte die Spielerinnen zumindest einmal die Woche noch sehen. Dann machen wir einen Break und am 16. Juli geht die Vorbereitung los. Bis dahin wird der Kader stehen. Wobei wir größtenteils zusammen bleiben, denn es gibt nicht viele die wechseln wollen. Dann besprechen wir alles, was auf uns zukommt in der Landesliga und werden uns dementsprechend darauf einrichten.“
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