
Rot-Blau.com unterstützen und Spieltagssponsor werden? E-Mail an sponsor[at]rot-blau.comWuppertaler Sportverein – Bonner Sport-Club 01/04 0:1 (0:0)
(16.05.2026, Samstag, 14:00 Uhr, Stadion am Zoo)
Tore: 0:1 Doulashi (63.)
> Die komplette Pressekonferenz nach dem Abstieg <
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Ab Bild 58 von Gunnar
Der Abstieg des Wuppertaler SV ist besiegelt
0:1-Niederlage gegen den Bonner SC zum Abschluss als Spiegelbild der gesamten Saison
Es hat nicht sollen sein. Zu viele Unwägbarkeiten lagen schon vor dem Abpfiff im Weg, doch das war am Ende alles Makulatur. Der Wuppertaler SV verlor auch sein letztes Saisonspiel und verabschiedete sich in die Oberliga Niederrhein. Gegen den Bonner SC unterlag die Mannschaft von Trainer Mike Wunderlich vor 1625 Zuschauern trotz 45-minütiger Überzahl mit 0:1 (0:0).
Es war ein Rückschritt, den der WSV zum Finale machte. Die Niederlage war ein Spiegelbild der gesamten Saison, und noch einmal zeigten die Gastgeber, warum der Niedergang selbst verschuldet war. Über die gesamte Dauer fehlte es den Gastgebern an der nötigen Galligkeit, an Ideen im Aufbau und vor allem am Mut, etwas zu riskieren. Zu groß war die Angst, Fehler zu machen.
Einen Hasen zauberte Wunderlich aus dem Hut. Für den gesperrten Jeff Fehr durfte der A-Jugendliche Linus Fröhlich von Beginn an ran. Die Hausherren fanden nicht gut in die Partie, der Ex-Wuppertaler Tobias Peitz scheiterte mit der Hacke an Fotios Adamidis (3.). Nach einem langen Pass von Vincent Schaub zögerte Celal Aydogan zu lange mit dem Abschluss, seinen Schuss blockte die BSC-Abwehr zur Ecke (5.).
Bei einem Schaub-Schuss stand Elias Bördner auf dem Posten (12.). Der Bonner Torwart hatte Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Jonas Fischbach stumm blieb, nachdem Aydogan im Zweikampf zu Boden gegangen war (15.).
Dann endete die erste Drangphase der Rot-Blauen. Die Gäste schafften oft auf den Flügeln Überzahl und spielten den WSV einfach aus. Robin Bird suchte den Abschluss, anstatt nach innen zu passen, und scheiterte an Adamidis (17.). Immer dann, wenn sich die Gelegenheit ergab, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten, verharrten die Bergischen in Ehrfurcht hinter dem Ballführenden, so dass alle Gegenstoßmöglichkeiten ohne Ergebnis blieben. Keiner startete, niemand sprintete – alles zu harmlos. Ein Beispiel: Aydogans Versuch genau auf Bördner (34.).
Die große Ausnahme bildete der Schuss von Nicolas Hirschberger nach feinem Zuspiel von Amin Bouzraa, der knapp das Ziel verfehlte (35.). Es wäre die passende Antwort auf die 1:0-Führung der SSVg Velbert bei den Sportfreunden Siegen gewesen. Nach einem Freistoß von Eray Isik vergab Roman Doulashi eine große Chance, sein Ball flog über den Wuppertaler Kasten (37.). Bei den Gastgebern war der Spieler mit dem Ball die ärmste Sau, der BSC stellte die Räume geschickt zu und musste nicht viel machen, um den Gegner vom Tor fernzuhalten. Hoffnung keimte auf, als Massaman Keita kurz vor der Pause die Ampelkarte sah. Nach Ballwegschlagen folgte ein Foul an Levin Müller, Fischbach zückte Gelb und Rot (44.). Den Freistoß aus zentraler Position schickte Schaub in die Arme von Bördner (45.).
Nach Wiederbeginn sah sich der WSV keiner Dreier-, sondern einer Viererkette gegenüber. An der Hilflosigkeit der Wunderlich-Truppe änderte das wenig. Ein Beispiel: Der eingewechselte Josue Santo fliegt beim Kopfball am Ball vorbei (51.). Fünf Minuten später: Santo fliegt beim Kopfball am Ball vorbei (56.). Zwischendurch hatte Schaub nur das Außennetz getroffen (53.). Auf einmal war Aydogan auf links durch, doch auch er scheiterte an Bördner (57.).
Aus dem Nichts fiel das Gegentor. Eine Flanke kam auf Umwegen zu Doulashi, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte (63.) – Marco Stojanovic stand schlecht. Nun wuchs der Druck auf den WSV, da auch Wiedenbrück mittlerweile gegen Dortmunds U23 vorne lag, so dass selbst Sieg nicht helfen würde. Doch der musste auf jeden Fall noch her. Aber weder Bouzraa (68.) noch Schaub (70.) oder Hirschberger (77.) konnten ihre Gelegenheiten nutzen.
Das 1:1 hätte Dominic Duncan erzielen müssen, aber erst köpfte er Bördner auf der Linie an (78.), dann traf er nur den Pfosten (84.). Nach einem Luftloch des erneut schwachen Santo fand Bouzraa aus wenigen Metern seinen Meister in Bördner (86.), auch Duncans Kopfball verfehlte das Ziel (90.+1). Es folgten Abpfiff und Abstieg.
Bei der Pressekonferenz ergriff Bonns Coach Björn Mehnert, von 2002 bis 2009 als Spieler und von 2020 bis 2022 als Trainer beim WSV aktiv, das Wort, als wiederholt von einer Seite Fragen zur Zukunft des Vereins und insbesondere zu Wunderlich gestellt wurden: „Der WSV war top eingestellt und hat ein gutes Spiel gemacht. Kurz nach dem Abstieg sollten wir uns auf Fragen zur Begegnung beschränken und respektieren, dass der WSV gerade abgestiegen ist. Das tut auch mir weh.“
Fazit: Ein Abstieg der Marke hausgenmacht.
Autor: ladalars
Wuppertaler SV: 1 Fotios Adamidis (TW) - 3 Toshiaki Miyamoto, 6 Dominic Duncan (K), 8 Celal Aydogan (ab 61. Arambasic), 10 Vincent Schaub, 16 Nicolas Hirschberger, 22 Levin Müller, 26 Marko Stojanovic (ab 71. verletzungsbedingt Hartmann), 31 Linus Lillebror Fröhlich (ab 46. Santo), 33 Cenk Durgun (ab 79. Kleiner), 37 Amin Bouzraa
Bank: 12 Emil Metz (TW), 7 Semir Saric, 9 Fritz Kleiner, 11 Josue Santo, 13 Juraj Hartmann, 18 Noah Heim, 23 Alessio Arambasic, 39 Kilian Bielietza
Trainer: Mike Wunderlich | Co-Trainer: Kevin Rodrigues Pires, Adli Lachheb | Torwarttrainer: Kai Henkel | Physiotherapeut: Jonas Schneider | Mannschaftsarzt: Dr. Tim Heinz | Teammanager: Dirk Schneider | Zeugwart: Daniela Domke, Tanja Domke, Olaf Weber | Pressesprecher: Max Schleicher | Stadionsprecher: Jonas Jütz, Sam Burth | Fanbeauftragter: Christian "Mobby" Weiß | Sicherheitsbeauftragter: Bernd Gläßel | Scout: Marius Hilleke | Sportlicher Berater: Stephan Küsters | Maskottchen: Pröppi (Löwe) | Vereinsfarben: Rot-Blau
Bonner SC: 31 Jonas Bördner (TW) - 2 Massam Keita, 3 Roman Doulashi, 4 Bilal-Badir, 7 Eray Ramazan Isik (ab 65. Koruk), 10 Maximilian Pommer (ab 89. Erken), 11 Yanik Schlößer, 13 Jonas Berg (ab 89. Popovic), 14 Luas Cueto (ab 89. Omerbasic), 18 Robin Bird, 23 Tobias Peitz (ab 83. Shubin)
Bank: 16 Ron Meyer (TW), 50 Andy Hubert (TW), 8 Felix Erken, 9 Serhat Zübeyr Koruk, 20 Bogdan Shubin, 22 Adis Omerbasic, 27 Julijan Popovic
Trainer: Björn Mehnert | Co-Trainer: Gordon Addai, Adama Niang | Torwarttrainer: Andreas Hubert | Athletiktrainer: Max Kaiser | Physiotherapeut: Christoph Erbar, Marco Vogel | Mannschaftsarzt: Dr. Jochen Müller-Stromberg, Dr. Pierre Conrads | Betreuer. Stefan Vanderfort, Fabio Hansen, Marcello Volk | Scout: Florian Mager | Technischer Direktor: Markus Arendt | Sportdirektor: Daniel Zillken | Maskottchen: Didi (Löwe) | Vereinsfarben: Blau-Rot
Zuschauer: 2.058 (davon 433 U19 kostenfrei)
Ecken: 7:1
Gelbe Karten: Bouzraa (65.), Duncan (89.) - Keita (31.), Bördner (65.)
Gelb-Rote Karten: Keita (44.)Schiedsrichter: Jonas Fischbach (25, Fortuna Freudenberg, Industriekaufmann) | Assistent 1: Patrick Holz (30, BSV Roxel, Münster) | Assistent 2: Fabian Kiehl (26, SV Germania Salchendorf, Siegen)
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